John Dewey
John Dewey wurde 1859 in Burlington, Vermont, geboren und studierte an der University of Vermont sowie an der Johns Hopkins University, wo er 1884 promovierte. Er schrieb in einer Zeit, in der sich Philosophie, Psychologie und Pädagogik neu mit der Frage auseinandersetzten, wie Menschen lernen und gemeinsam leben. Dewey wurde zu einer prägenden Stimme des amerikanischen Pragmatismus: Für ihn zeigte sich der Wert von Ideen auch darin, wie sie sich in der Erfahrung bewähren. Diese Haltung bestimmte seine Arbeit als Philosoph und seine Überlegungen zur Schule. Besonders beschäftigte ihn, wie Bildung Menschen dazu befähigen kann, selbstständig zu urteilen und an einer demokratischen Gesellschaft mitzuwirken.
Zu seinen bekanntesten Büchern zählen Democracy and Education, Experience and Education, The Public and Its Problems, Art as Experience und How We Think. Wiederkehrend fragt Dewey, wie Erfahrung, Denken und Handeln zusammenwirken – im Klassenzimmer ebenso wie im öffentlichen Leben und in der Kunst. Seine Prosa ist argumentierend und sorgfältig aufgebaut; abstrakte Fragen führt er häufig auf konkrete menschliche Situationen zurück. Dabei fordert er Leserinnen und Leser auf, Begriffe nicht als fertige Wahrheiten hinzunehmen, sondern ihre Folgen zu prüfen. Deweys Einfluss reicht weit über die Pädagogik hinaus: Seine Schriften prägen bis heute Debatten über Demokratie, Lernen und die Rolle von Erfahrung. Wer sich dafür interessiert, findet in der App einen guten Einstieg in seine Gedankenwelt.
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